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Minimalismus und andere Ziele

Wie kann man bei vier Kindern dem Konsumchaos Herr/in werden?

Kaum hat das neue Jahr begonnen, holen einen die Keller-Geister des letzten Weihnachtens ein!

 

So ging es mir wieder mal, als ich die Weihnachtsdeko wegräumen wollte. Irgendwie werden es immer mehr Stapel und Haufen die, ich noch Weg räumen muss, bevor ich Platz für den Weihnachtsschmuck habe. Neben der Herbstdeko ist noch ein Fleck. Oder? Nein, da stehen die Gartenstühle. So, oder so ähnlich geht es mir jedes Mal, wenn ich etwas in den Keller bringe. Und jedes Mal nehme ich mir fest vor, dass ich ausmiste. Zwei Mal im Jahr mache ich es dann auch. Und jedes Mal frage ich mich, wo das ganze Zeug schon wieder herkommt. Schließlich habe ich erst vor 6 Monaten so viel weggegeben. Ich glaube ja, dass läuft nach dem Prinzip der Medusa. Man schmeißt ein Teil weg, und dafür kommen etliche neue nach…

 

Marie Kondo hat keine Kinder!


Extremminimalisten kennen, lieben und leben wahrscheinlich die Kon-Marie-Methode. Ich habe es versucht, aber die Tatsache, dass ihr Buch noch immer in meinem Bücherregal neben der Biss-Saga steht, zeigt, dass ich noch meilenweit von Minimalismus entfernt bin. Dabei mag ich es, wenn es übersichtlich, klar und strukturiert ist. Es ist doch angenehm, wenn alles seinen festen Platz hat und man nichts suchen muss. Zumindest ich sehe das so.

 

 

 

Meinen Kindern gehört das obere Stockwerk unseres Hauses und dort steht in großen, bunten Holzbuchstaben:
" WER ORDNUNG HÄLT IST ZU FAUL ZUM SUCHEN!"
Nun ist es aber so: Nur weil Mama es gerne ordentlich hat, heißt das nicht, dass auch die lieben Sprösslinge dieser Leidenschaft folgen. Sie haben dann doch eher andere Vorlieben bzw. gewisse Abneigungen in Bezug auf Ordnung. Zu Deutsch, sie geben einen SCHIEBETÜR darauf, dass Mama keine 2000 Kuscheltiere, Bilder, Steine, Lieblingskleider, Bücher, Spiele usw.im Keller horten will.

 

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH

 

Sorry, aber manchmal hilft Schreien einfach. 😊

 

Ein Mittelding muss her


 

Wie schaffe ich es jetzt also dem Chaos in meinem Keller Herrin zu werden und zugleich den Erinnerungsstücken und Lieblingskuscheltieren einen Ehrenplatz einzuräumen? Ich schaffe es nicht, noch nicht. Aber das ist eines meiner großen Ziele für 2018! Ich werde eine Lösung finden, die uns alle glücklich macht, Mama und Kinder, vom Papa reden wir noch gar nicht - den der hat wieder eine ganz andere Art von Ordnung......

 

 

 

Also es ist nicht leicht, als bekennender Kissen-Monk unter Spielzeug-Steinen-Bildern-Taschenlampen-Moped teilen-sammelnden Messies zu leben 😉

 

Deshalb steht mein Plan: ICH werde eine Lösung finden - mit der alle leben können.

Marie Kondo let´s do it!
Wer macht mit?

 

Wo soll ich nur anfangen?


Wenn man Marie Kondo Glauben schenken kann, räumen wir nicht Raum für Raum, sondern Sache für Sache / Kategorie für Kategorie auf. Also zuerst die Kleidung, dann Bücher, gefolgt von Papieren, zum Schluss Fotos, Erinnerungen, Dekoration und Kleinzeug usw.

 

Puh, mal schauen, ob ich wirklich die gesamte Kleidung des ganzen Hauses auf einen Stapel legen will…. Das verlangt Marie Kondo nämlich, um zu sehen wie viel man eigentlich besitzt und um zu spüren, ob es einen glücklich macht!

 

Ja, ihr seht, mittlerweile habe ich es geschafft das Buch aus dem Regal zu nehmen!

 

Mach es zu deinem Projekt


Wer kennt es? Man will nur schnell etwas Kleines im Haus reparieren und schon renoviert man den gesamten Raum. Und aus 2 Stunden Arbeit wird eine Woche.

 

Ich sehe jetzt schon mit der Ausmisterei vom Keller wird das auch so enden.
Denn die liebe Marie sagt ja „nicht Räume, sondern Dinge aufräumen.“ Nachdem ich nun die Kleidung der Kinder sowieso regelmäßig ausräumen muss, erspare ich mir einen Großteil. Auch meinen Mann verschone ich. Naja, vielleicht die ein oder andere Hose und 2-3 T-Shirts, die wirklich nicht mehr so frech aussehen. Aber pssssst, nichts verraten! Das merkt er sowieso nicht.
😉
Und jetzt kommt das große Aber: Ich wäre nicht ich, wenn ich das ganze Zeug einfach so wegschmeißen würde. Je mehr Sachen ich in die Hand nehme (um mich hinein zu fühlen und um zu spüren, ob es mich noch glücklich macht) desto mehr Ideen kommen mir. Schon allein die CDs lassen meine Kreativität Purzelbäume schlagen! Und deshalb lautet meine Devise: „Ausmisten ja, aber nicht achtlos wegschmeißen! Man kann immer noch was daraus machen.“

 

 

 

 

 

Was? Das zeige ich euch im nächsten Artikel!

 

Ein Anderer freut sich vielleicht darüber


 

Ich bin sowieso kein Freund davon Dinge achtlos in den Müll zu schmeißen. Wir produzieren schon genug Müll, welchen wir dann unseren Kindern hinterlassen. Und als absoluter Flohmarkt-Fan blutet mir jedes Mal das Herz, wenn ich mir eingestehen muss, dass die Lieblingshose/ -tasche/ -vase nicht mehr zu retten ist. Deshalb handhabe ich es meistens so, dass ich die Sachen, die mich nicht mehr glücklich machen zuerst versuche zu verkaufen, zu verschenken oder zu recyceln - upcyclen eben. Und erst wenn es auch kein anderer mehr will, dann darf das Teil endgültig gehen. Je

nachdem wie viel es ist, gehe ich entweder selber auf den Flohmarkt zum Verkaufen oder ich stelle es ins Internet. Da gibt es mittlerweile schon genug Seiten. Meine Favoriten sind Shpock und Willhaben.

 

 

 

 

Wie macht ihr das mit dem Ausmisten?
Verkaufen: ja oder nein?
Was habt Ihr für ein System?

Ich bin für jeden Tipp dankbar.

 

So Ihr Lieben ich habe jetzt noch jede Menge Arbeit.

 

Wenn ihr mich sucht, ich bin im Keller

 

Bis dann dann

 

eure Claudia