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Honig fürs Baby

 

„Bloß nicht!“ höre ich jetzt alle Mamis schreien. Und hey, ich kann euch beruhigen. Natürlich weiß ich und alle anderen, die den Artikel aufmerksam lesen gleich, dass Honig genauso wie Ahornsirup für Babys im ersten Lebensjahr tabu ist.

 

 

Kilian ernährt sich nach BLW -  Baby led weaning. Auf gut Deutsch: er kann selbst entscheiden was er und vor allem wie viel er davon isst. Aber darum soll es heute gar nicht gehen. Wenn euch das Thema interessiert, lest gerne auch mal meinen Artikel „Vom Beikoststart zum Mopedführerschein.“ Da gehe ich ein wenig genauer auf das Thema BLW ein.

 

 

Heute geht es um den Honig oder besser gesagt: um die Alternative für Babys und auch gerne für Veganer. Doch zunächst möchte ich euch erklären wieso Honig für Babys im ersten Jahr tabu ist.

 

 

Honig und Ahornsirup in roher Form, also ungekocht, gehören zu den gefährlichen Lebensmitteln für Babys. Sie enthalten lebende Bakterien. Unter anderem auch Bakterien, die den sogenannten Botulismus verursachen. Wenn diese Bakterien in den noch unreifen Darm des Säuglings gelangen, können sie sich dort ansiedeln, vermehren und ein Nervengift produzieren. Dieses gelangt über die Darmschleimhaut ins Blut. Wenn diese Vergiftung (Botulismus) lange genug unentdeckt bleibt, kann sie zur Lähmung der Atemmuskulatur und somit zum Tod führen. Also kein Honig im ersten Jahr. Zumindest keinen Bienenhonig!

 

Bei uns gibt es stattdessen Löwenzahnhonig


 

Löwenzahnhonig unterscheidet sich im Geschmack kaum von Waldhonig. Der einzige Unterschied ist, dass wir die fleißigen Bienchen sind und die Arbeit haben. Wir nehmen den Honig als Brotaufstrich.

 

 

Ihr brauch dazu:

 

 Ca. 500 g Löwenzahnblütenblätter

 

3 Zitronen (in Scheiben geschnitten)

 

3 kg Zucker

 

Und so geht’s:

 

Zunächst die Löwenzahnblüten an einem sonnigen, warmen Tag pflücken. Die gelben Blütenblätter aus dem Blütenkörbchen zupfen. Die Blütenblätter mit 3l Wasser in einem Topf aufkochen. Nun lasst ihr das ganze über Nacht ziehen. Am nächsten Tag gießt ihr den Sud durch ein Sieb. Tipp: Gebt eine alte Stoffwindel ins Sieb - so könnt ihr auch wirklich den letzten Tropfen aus den Blüten drücken.

 

 

Den Auszug erneut zum Kochen bringen. Den Zucker und die Zitronenscheiben dazugeben. Nun bei geringer Hitze 3-4 Stunden köcheln lassen. Je länger der Honig einkocht, desto zähflüssiger wird er. Macht zur Sicherheit eine Gelierprobe (So wie beim Marmelade einkochen.)

 

Gefällt euch die Konsistenz, könnt ihr den Honig nun in Twist-off-Gläser füllen und sofort verschließen. Mit dem Deckel nach unten auf ein Geschirrtuch stellen und auskühlen lassen.

 

Übrigens habt ihr schon ein Geschenk für Muttertag?


 

Hier bietet sich so ein Glas selbstgemacher Löwenzahnhonig doch an. Ich würde das Glas allerdings noch ein wenig verzieren. Macht doch ein nettes Etikett mit selbst gemaltem Löwenzahn. Wie ihr könnt nicht malen? Kein Problem, müsst ihr auch nicht.

 

Mit einer Gabel als Pinsel geht das ganz leicht. Einfach in die Farbe, ich nehme am liebsten Acrylfarbe, eintauchen und dann im Kreis die Gabel ablegen bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid.  Nun noch ein lieber Spruch drauf und „Tadaaa.“ Der Muttertag kann kommen. Löwenzahnhonig ist nämlich auch für Mamas und Omas und Urliomas lecker.

 

 

So - jetzt habe ich Hunger. Ich geh jetzt ein Honigbrot essen.

 

Lasst mich wissen, wie euer Honig geworden ist.

 

Bis dann dann

 

eure Claudia

 

 

 

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