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DIY Aktivity Board

Um die Sinne eines Kindes zu trainieren gibt es jede Menge tolle Spielideen. Eine davon ist ein sogenanntes Aktivityboard. Wir haben unseres schon letztes Jahr gebaut und im Zimmer unseres Sohnes montiert. Und nach ca. einem halben Jahr kommt es immer noch richtig gut bei ihm an. Was wahrscheinlich daran liegt, dass ich Materialien gewählt habe, welche für verschiedene Altersgruppen geeignet sind. So wird mit jedem Entwicklungsschub eine neue Funktion interessant.

Im heutigen Artikel zeige ich euch, wie ihr so ein Aktivity- oder auch Busyboard ganz leicht nachbauen könnt und gebe euch Tipps, welche Gegenstände in welchem Alter besonders gerne entdeckt werden. 

Krabbelkinder

Nun ein Aktivityboard soll zum Entdecken und Erfahren einladen. Dazu braucht es meist gar nicht viel. 

Sein erstes Board habe ich meinem Sohn gemacht, als er krabbeln konnte. Hier habe ich den Fokus eher auf das Fühlen und Sehen gelegt. So habe ich in kleine Bilderrahmen von IKEA verschiedene Stoffe, Kunstfelle und Materialien wie ganz feines Schleifpapier geklebt. Diese konnte mein Sohn auf seinem Entdeckungsstreifzug im Vorbeikrabbeln erfühlen. Auch eine umgedrehte Naturborstenbürste oder eine Malerrolle bieten in der Phase eine schöne Beschäftigung. Aber auch ein Spiegel (hier habe ich mich für selbstklebende Spiegelfliesen entschieden) darf auf gar keinen Fall fehlen.

Bei der Wahl des Holzes solltet ihr darauf achten, dass es nicht splittert und frei von Lösungsmitteln ist. Die Stärke des Brettes sollte stark genug sein, um alles sicher mit Schrauben befestigen zu können. 

Ich habe in dem Alter ein längliches Brett gewählt. Da mein Sohn daran maximal saß bzw. vorbeikrabbelte, habe ich es natürlich an der Wand auf seiner Augenhöhe befestigt.

Bei der Wahl der Schrauben solltet ihr darauf achten, dass sie versenkbare Köpfe haben, damit sich eure Kleinen nicht daran verletzen können. Ich habe die Beschäftigungsbretter meines Sohnes passend zur Einrichtung seines Kinderzimmers in grau lackiert. Und auch hier sind euch keine Grenzen gesetzt. So könnt ihr ein ganz persönliches Board gestalten und z.B. den Namen eures Kindes drauf schreiben. Oder ein schönes Bild darauf malen.

Nun müsst ihr euch noch entscheiden: kommt es an die Wand oder wollt ihr es nur irgendwo anlehnen? Ich habe mich für die sichere Variante entschieden und es an der Wand mit Schrauben befestigt. Der Nachteil ist hier ganz klar: die Löcher in der Wand, aber für mich geht Sicherheit einfach vor. 

Ich will ehrlich zu euch sein. An diesem Board hat mein Sohn relativ schnell das Interesse verloren und so musste ein neues her. Und dieses Mal sollte der Spaß länger andauern. Daher habe ich dieses Mal bei der Wahl der Materialien darauf geachtet, dass sie für verschiedene Entwicklungsstadien meines Sohnes ausgerichtet sind. 

Toddler

Auch das Brett hat nun eine andere Form. Da mein Kind jetzt vor dem Aktivityboard stehen kann, habe ich ein Quadrat gewählt. Unseres hat die Maße 80x80 cm und ist für seine Bedürfnisse absolut ausreichend. Auch dieses Mal wurde es mausgrau lackiert.

Was kommt drauf?

Dieses Brett sollte nun also etwas länger den Ansprüchen meines Kindes genügen. Daher gab es für dieses Brett ein buntes Potpourri an Beschäftigungen.

Eines noch: bevor ihr auch nur ein Teil anschraubt, legt bitte zuerst alle ausgewählten Gegenstände auf dem Brett aus und macht euch eventuell einige Markierungen oder ein Foto. Damit ihr hinterher noch wisst, welches Teil wo hinsoll. Testet auch unbedingt aus, ob genug Platz zwischen den einzelnen Dingen liegt. Ich musste - nachdem alles befestigt war - nochmal ein paar Sachen versetzen, da sie zu eng aneinander lagen und so nicht richtig bespielt werden konnten.

Magnettafel- dazu eigene Magnete, natürlich groß genug, dass sie nicht verschluckt werden können. Ich habe auch noch kleine Kuscheltiere mit Heißkleber an die Magnete geklebt. Die gefallen meinem Sohn besonders gut.

Fernbedienung- Ich kenne glaube ich kein Kind, dass nicht gerne damit spielt. Und so drückt auch mein Sohn liebend gerne darauf rum

Steckdose und Lichtschalter – natürlich nicht an das Stromnetz angeschlossen.

Motorikschleifen – gibt es auch in kleinen Ausführungen und passen perfekt auf ein Busyboard

Fidget Spinner- Bei fast allen kann man in der Mitte einen Deckel entfernen und so den Spinner am Board festschrauben.

Eine Drücklampe – wer sagt denn, dass am Brett nicht auch echtes Licht leuchten darf? Hier gilt nur darauf zu achten, dass die Lampe richtig befestigt ist und der Zugang zu den Batterien gesichert ist.

Ein paar Ösen und Schlaufen- um das Einfädeln zu üben.

 

Ein Rohr und einen Auffangbehälter - hier wird mittlerweile alles durchgelassen vom Ball über Spielzeugautos bis hin zu Bauklötzen. Den Behälter findet ihr in der Küchenabteilung von IKEA. Das Tolle an diesem Ding ist zum einen, dass er magnetisch ist, so halten auch unsere Magnetkuscheltiere. Zum anderen hat er ganz tolle Löcher, durch die man später diverse Bänder und Pfeifenputzer stecken kann.

Fahradklingel- Diese hat er noch nicht für sich erobert, aber er testet bereits fleißig.

Vorhängeschloss- Auch das ist schon etwas für die Zukunft und daher auch eher oben am Brett angebracht.

Dartscheibe – Hier geht es eher um den Klett, denn das draufschmeißen macht richtig Spaß und manchmal schaffen wir es sogar, dass Kugeln durch das Rohr direkt auf der Scheibe landen.

 

 Natürlich kann man alle Teile wieder vom Brett lösen und gegen andere Gegenstände austauschen. So hat dieses Brett mit Sicherheit noch länger einen festen Platz im Kinderzimmer meines Sohnes. 

 

Hier kannst du das ganze nochmal auf Video anschauen.

So ihr Lieben, ich hoffe es war die ein oder andere Anregung für euch dabei. Und vielleicht habt ihr jetzt auch Lust bekommen ein Aktivityboard für euer Kind zu gestalten. Wenn ja, dann taggt mich gerne auf euren Bildern

Ich muss jetzt in meine Werkstatt, denn die nächste Idee wartet bereits auf mich.

Wir lesen uns ganz bald wieder!

Bis dann dann,

 

eure Claudia

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