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Sechs Techniken für den Shabby Chic Style

Eine meiner großen Leidenschaften ist das Upcyclen. Unter anderem liebe ich es alte Möbelstücke aufzuwerten und ihnen so eine zweite Chance zu geben. Heute erkläre ich euch, wie ihr mit Hilfe von Spezialfarben wie z.B. Kreidefarben und Krakelee-Medium eure personalisierten Einzelstücke designen könnt. 

Ich verwende übrigens die Farben aus der Chalky-Chic Serie von Marbu

Die Auswahl ist wirklich groß und das Arbeiten mit den Farben geht kinderleicht. Sie sind

wasserfest, hoch deckend, witterungsbeständig und was mir besonders gut gefällt, sie sind untereinander mischbar.

 

Ihr könnt damit auf Holz, MDF, Pappmaché, Glas, Metall, Keramik, Porzellan, Ton, Leinwänden und Kunststoff arbeiten. 

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Nun zu den Gegenständen, die verschönert werden sollen.

Ich liebe Flohmärkte und halte hier natürlich immer alle Augen offen. Doch bin ich auch auf willhaben.at schon oft fündig geworden. Hier mein Geheimtipp – schaut gelegentlich mal in der Kategorie zu verschenken nach. Da habe ich schon einige Schätze gefunden. Aber auch neugekaufte Dinge, wie Vasen oder leere Einmachgläser habe ich so schon im Used-Look verschönert und auch gerne verschenkt. Erst vor kurzem konnte ich so ein personalisiertes Hochzeitsgeschenk machen. Dazu komme ich gleich

Abschleiftechnik

Wenn man meinen Schreibtisch betrachtet, könnte man glauben, dass er ein altes Familienerbstück ist und schon von vielen Generationen bearbeitet wurde.

 

In Wahrheit habe ich ihn mal für kleines Geld auf einem fremden Dachboden gefunden und vor dem Wertstoffhof gerettet. An manchen Stellen wollte ich die einzelnen Lackschichten herausarbeiten. Dazu habe ich die Abschleiftechnik angewendet. 

Hierzu müsst ihr mit der ersten Farbe den staub- und fettfreien Untergrund komplett anstreichen. Ihr könnt dazu einen Pinsel oder eine Rolle verwenden. Nach einer 30-minütigen Trocknungszeit könnt ihr jetzt auf einige Ecken und Kanten den transparenten Chalky-Chic Wachs auftragen und lasst ihn nochmals 15 Minuten trocknen. Dann kommt auch schon die zweite Farbschicht drauf. Lasst auch diese nochmal 30 Minuten trocknen. Kleiner Tipp: Wer es eilig hat, kann den Föhn verwenden. Damit ist die Farbe ratzfatz trocken. Jetzt müsst ihr nur noch die gewünschten Stellen mit Schleifpapier abschleifen. 

Trockentechnik

Wer es eher dezent mag, wird diese Technik mögen, da ihr hier nur wenig Farbe verwendet.

 

Im ersten Schritt tragt ihr wieder die Grundfarbe auf. Denkt daran, dass der Untergrund staub- fettfrei ist. Nachdem der erste Anstrich getrocknet ist, nehmt ihr einen zweiten trockenen Pinsel und gebt darauf nur sehr sehr wenig Farbe. Streicht den Pinsel zur Sicherheit einmal mehr ab. Nun müsst ihr mit dem Pinsel ganz leicht über die zu betonenden Stellen bürsten. 

Nasstechnik

Diese Technik mag ich persönlich sehr, da sie einen leicht verwaschenen Effekt macht und man gelegentlich noch die Holzmaserung hervorblitzen lassen kann.

 

Tragt dazu die Farbe auf die fett- und staubfreie Oberfläche auf. Und lass sie 30 Min trocknen. Nachdem die zweite Farbschicht aufgetragen wurde, müsst ihr diese sofort mit einem feuchten Tuch verreiben und verwischen. Dadurch bleibt die Farbe in Vertiefungen und Unebenheiten hängen. Je nasser das Tuch, desto stärker ist der Verwaschungseffet

Krakellee-Medium

Wie zu Beginn schon erwähnt, habe ich vor kurzem ein Hochzeitsgeschenk mit dieser Technik bearbeitet. Ich habe einen kleinen Koffer künstlich altern lassen. Das Krakellee-Medium sorgt dafür, dass die oberste Farbschicht reißt und so die unter Schicht zum Vorschein kommt.

Dazu müsst ihr wieder den Grundanstrich 30 min trocknen lassen. Nun kommt das Krakellee- Medium auf die gewünschten Stellen. Nachdem auch diese trocken ist, (ich verwende hier immer den Föhn) kommt nun eine zweite Farbschicht auf euer Schmuckstück. Der Effekt ist sofort sichtbar also tragt die Farbe in einem Anstrich auf. 

Transfer-Medium / Potchlack

Gerade Geschenke bieten sich an um sie zu personalisieren. Egal ob mit einem Foto oder einem Schriftzug. Mit dieser Technik könnt ihr wahre Unikate zaubern.

Druckt euer Wunschmotiv zunächst mit einem (ACHTUNG WICHTIG) LASERDRUCKER SPIEGELVERKEHRT AUS!!!

 

Nachdem euer Gegenstand grundiert und von Fett und Staub befreit ist, bestreicht ihr die gewünschte Stelle, sowie die bedruckte Seite des Laserausdruckes satt mit dem Transfer-Medium Legt nun den Laserdruck mit der bedruckten Seite nach unten auf die Oberfläche und streicht ihn mit einem sauberen Tuch glatt. Nachdem das Ganze mit Hilfe des Föhns in Windeseile getrocknet ist, müsst ihr den Laserdruck mit einem Schwamm anfeuchten, bis das Papier aufgeweicht ist. Das nasse Papier wirklich sehr vorsichtig abrubbeln bis alle Papierschichten entfernt sind. Anschließend solltet ihr das übertragene Bild noch mit einem Klarlack versiegeln. 

Servietten-Technik

Schon meine Mutter hat früher mit Serviettentechnik Möbel aufgepeppt und verschönert. Dazu schneidet ihr das gewünschte Motiv aus der Serviette. Für diese Technik braucht ihr nur die oberste Serviettenschicht. Legt sie auf eure Wunsch-Oberfläche und tragt nun mit einem sauberen Pinsel den Serviettenlack auf das Motiv von innen nach außen auf und lasst es trocknen. Danach solltet ihr das Bild noch mit einem Klarlack versiegeln 

So ihr Lieben,das waren die gängigsten Techniken um Möbel oder kleine Dekogegenstände im Vintage-Look einzigartig zu machen.

 

Noch Fragen? Einfach her damit. Ich beantworte sie sehr gerne.

Für alle, die aus meiner Gegend kommen und das Ganze nochmal genauer sehen wollen: ab einer Teilnehmerzahl von mindestens vier Personen biete ich seit kurzem Workshops an, in denen ich euch diese Techniken gerne live zeige. Hierzu schreibt ihr mir am besten eine E-Mail oder eine DM über Instagram

So nun aber – ihr Lieben, wir lesen uns ganz bald wieder!

Bis dann dann,

 

eure Claudia 😘😘😘

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